BEHANDLUNG

Kieferorthopädie für Kinder

Wann ist der richtige Zeitpunkt für eine kieferorthopädische Behandlung? Die Hauptbehandlung bei Kindern und Jugendlichen beginnt meist zwischen dem 9. und 12. Lebensjahr. Die Behandlungsmöglichkeiten sind in diesem Alter vielfältig und richten sich nach der Art und dem Ausmaß der Fehlstellung.

Bei Kindern kann das natürliche Wachstum genutzt werden, um Kieferfehlstellungen sanft und einfach zu korrigieren. Durch die richtige Stellung der Zähne und Kiefer zueinander entsteht nicht nur ein schönes Lachen. Die gesamte Funktion des Kausystems und der Kiefergelenke wird verbessert.

Unser ganzheitliches Konzept beinhaltet eine enge Kooperation mit anderen Spezialisten wie HNO-Ärzten, Logopäden und Osteopathen. Kieferorthopädie bei Kindern kann unterstützend bei Sprachtherapien oder bei Funktionsstörungen der Atmung eingesetzt werden.

Wenn Sie als Eltern eine der folgenden Auffälligkeiten bemerken, sollten Sie einen Kieferorthopäden aufsuchen:

  • Sehen Sie bei Ihrem Kind Zahn- oder Kieferfehlstellungen?
  • Hat Ihr Kind Probleme beim Abbeißen, Kauen und Schlucken?
  • Atmet Ihr Kind vor allem durch den Mund?
  • Bestehen Sprach- oder Stimmstörungen?
  • Ist beim Schlucken die Zunge auffällig zwischen den vorderen Zähnen zu sehen?
  • Schnarcht Ihr Kind?
  • Klagt Ihr Kind über Kopf-, Nacken- oder Rückenschmerzen?
  • Wurde über das 3. Lebensjahr hinaus am Daumen oder Schnuller gelutscht?
  • Hat Ihr Kind Gewohnheiten wie Zähneknirschen, Zungenpressen, Nägelkauen, auf der Lippe beißen oder an ihr saugen?
  • Sind aufgrund eines Unfalls oder durch Karies frühzeitig Milchzähne verloren gegangen?

Diese Fragen stellen sich die meisten Eltern, wenn es um Kieferorthopädie für Ihr Kind geht:

Im Regelfall wird im Alter von 9 Jahren der erste Besuch beim Kieferorthopäden angeraten. Bei der ersten Beratung wird untersucht, ob eine kieferorthopädische Behandlung überhaupt notwendig ist oder wann mit dem Beginn gestartet werden soll. 

Bei vorhandenen Asymmetrien wie zum Beispiel einem Kreuzbiss oder anderen ausgeprägten Fehlstellungen kann schon im Alter von 6 Jahren mit einer Behandlung begonnen werden, um ein Fortschreiten des falschen Wachstums zu vermeiden.

Eine Frühbehandlung ist bei Kindern im Alter ab ca. 6 Jahren notwendig, wenn ausgeprägte Fehlstellungen der Kiefer (Vor- oder Rücklage des Ober- oder Unterkiefers) oder der Zähne (z.B. Kreuzbiss) schon im Milchgebiss vorliegen. Eine Frühbehandlung geht der eigentlichen kieferorthopädischen Behandlung voraus. In den meisten Fällen kann nach der Frühbehandlung eine Behandlungspause erfolgen oder es kann sogar ganz auf eine Folgebehandlung verzichtet werden.

Warum empfehlen Kieferorthopäden in manchen Fällen trotz gerader Zähne eine Zahnspange? Zahnfehlstellungen sind für den Laien nicht immer auf den ersten Blick erkennbar

Es geht nicht nur um die Stellung der Frontzähne, sondern auch weiter hinten im Zahnbogen müssen die Zähne zueinander passen. Außerdem muss die Zahnstellung zur Funktion der Kiefergelenke passen. Ein Kieferorthopäde kann dies recht schnell erkennen. Manchmal sind bei der Untersuchung, am Kiefermodell oder auf dem Röntgenbild Situationen zu sehen, die eine Behandlung notwendig machen. Wie etwa ein im kindlichen Kiefer verlagerter Zahn, der zum gegenwärtigen Zeitpunkt kein Problem darstellt, weil er noch gar nicht durchgebrochen ist.

So werden Fehlbisse zum Beispiel von Kindern durch schiefes Kauen ausgeglichen, wodurch die Muskulatur und die Kiefergelenke falsch belastet werden können. Ihr Kind wird sich darüber nicht beschweren, denn es kennt es ja nicht anders. Die Folgen von Zahnfehlstellungen sind so vielfältig, dass viele Eltern die wahre Ursache oft nicht erkennen. Ein Besuch beim KFO kann hier Klarheit verschaffen – und wenn keine Behandlung notwendig ist, umso besser!

Abnehmbare Zahnspangen können vielseitige Aufgaben übernehmen. Sie werden als Lückenhalter bei Kindern mit frühzeitigem Zahnverlust oder nach Milchzahnextraktionen eingesetzt, um die Zahnwanderung bleibender Zähne zu verhindern.

Meistens jedoch werden die Zahnspangen eingesetzt, um geringe Fehlstellungen der Zähne oder eine Fehllage der Kiefer zu korrigieren. Herausnehmbare Zahnspangen eignen sich hervorragend, um enge Kiefer zu erweitern und für die späteren bleibenden Zähne Platz zu schaffen. Sie sind auch oftmals nötig, um die Kiefer für eine spätere festsitzende Zahnspange vorzubereiten und die Behandlungszeit mit der festen Zahnspange zu verkürzen.

Diese Zahnspangen fertigen wir in unserem Labor individuell in der Lieblingsfarbe Ihres Kindes an.

Die Funktionskieferorthopädie erfolgt mit herausnehmbaren Zahnspangen. Die individuell angefertigten Geräte, wie z.B. Bionator, Aktivator oder Fränkl-Gerät, werden so gestaltet, dass das Wachstum der Kinder im Kieferbereich positiv gelenkt wird. Positive Einflüsse der Muskulatur und der umgebenden Weichgewebe werden gefördert und negative Impulse der Muskulatur, der Zunge und der Weichgewebe werden abgehalten und eliminiert.

Oftmals ist eine Begleittherapie durch Logopäden oder Osteopathen sinnvoll, um das Kausystem als Teil des gesamten Muskelapparates zu therapieren und für die Kieferorthopädie langfristig Erfolg und Behandlungsstabilität zu erreichen.

Eine positive Einstellung zur kieferorthopädischen Behandlung ist die beste Unterstützung, die Sie als Eltern Ihrem Kind geben können! 

Uns ist es wichtig, dass sich Kinder, Teenager und auch die Eltern in unserer Praxis rundum wohlfühlen. Darum erklären wir auch während der Behandlung unsere Therapieschritte und beziehen Kinder und Eltern in die Behandlung mit ein. Wir wollen, dass die Behandlung in unserer Praxis zu einem positiven Erlebnis für Kinder und Eltern wird.   

 

Wie Sie die Behandlung noch unterstützen können:

  1. Bitte achten Sie auf die Mundhygiene Ihres Kindes und auf regelmäßige Kontrollbesuche beim Zahnarzt zur Kariesvorsorge.
  2. Durch gesunde Ernährung unterstützen Sie nicht nur die Zahngesundheit Ihres Kindes.
  3. Bitte achten Sie darauf, dass die vereinbarten Behandlungs- und Kontrolltermine eingehalten werden, sonst kommt es zu unnötigen Verzögerungen in der Therapie.

Ist der Behandlungsbedarf gegeben, werden bei Kindern bis zu 18 Jahren die Kosten von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Je nach gewünschter Zahnspange können Zusatzkosten anfallen. 

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